Unter Unternehmensdaten bzw. „wirtschaftlicher Datenbestand“ versteht man alle in einem Unternehmen anfallenden internen und externen Daten. Diese Datenmengen wachsen stetig und stehen den Unternehmen grundsätzlich frei zur Verfügung. Oftmals bleiben sie aber ungenutzt und stellen in Form von sogenannten Datensilos ein großes Risiko der Digitalisierung dar.
Glücklicherweise befinden sich einige Unternehmen bereits auf der Suche nach geeigneten Tools, um die angefallenen Datenmengen zu vereinen und gewinnbringend einzusetzen.
Viele haben jedoch noch nicht verstanden, dass sich der Mehrwert, den die Unternehmen aus den Daten gewinnen können, direkt auf den Unternehmenserfolg auswirken kann. Tatsächlich zeigt es, wie viele Möglichkeiten und welches Potential bereits in greifbarer Nähe zur Verfügung stehen.
Datengetriebene Unternehmen sind erfolgreicher
Sämtliche Studien bestätigen: Datengetriebene Unternehmen sind erfolgreicher. Das heißt, Firmen, die ihre Daten selbständig verarbeiten und dazu einsetzen, um ihren Geschäftszweck besser zu erfüllen, profitieren von einem Wettbewerbsvorteil.
Neben der Erfüllung des eigenen Geschäftszwecks ist auch die Einführung neuer, digitaler Geschäftsideen möglich. Dadurch können signifikant höhere Umsatzsteigerungen erreicht werden – unabhängig von davon, ob sich die Daten in einem Rechenzentrum oder einer Cloud befinden.
Banken und Versicherungen beispielsweise, sind Branchen, in denen Entscheidungen am häufigsten datenbasiert getroffen werden. Und es sind auch diese Branchen, die der Meinung sind, dass die Datennutzung zu einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil geführt hat.

Fehlendes Bewusstsein
Konkrete Beispiele wie die Rechtssicherheit, Zuständigkeiten, Datenschutz und Datensicherheit spielen bei jeder Diskussion über eine effiziente Datenverwaltung also eine entscheidende Rolle. Zurückzuführen sind die Hürden möglicherweise auf das fehlende Bewusstsein des konkreten Nutzens der Datenanalyse.
Es verfügt jedoch noch nicht jedes Unternehmen über die erforderlichen Werkzeuge, Technologien sowie einer entsprechenden Datenkultur bzw. einer Vision – daher kann auch noch nicht jedes Unternehmen als „datengetrieben“ bezeichnet werden. Mittelständische Unternehmen sind meist innovativ und zugleich traditionsbewusst aufgestellt. Für viele zählt eine Verwaltung von Daten zu den voraussichtlich größten Herausforderungen der nächsten Jahre. Man kann jedoch mit einer mahnenden Gewissheit sagen, dass die wichtigen digitalen Technologien und das Know-How in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und vor allem Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheiden.
Der digitale Reifegrad eines Unternehmens
Als erste Einschätzung kann es helfen, Unternehmen in Hinblick auf die Nutzung der Daten in unterschiedliche Reifegrade zu unterteilen. Der Reifegrad sagt aus, wie fortgeschritten sich die Unternehmen auf dem Weg zur Datenstrategie befinden und können so beispielsweise in die Kategorien Einsteiger, Fortgeschrittener, Experte und Vorreiter oder aber auch Datenverwalter, Datennutzer und Dateninnovator gepackt werden. Auf Basis dieser Einschätzung lassen sich Handlungen und Empfehlungen aussprechen, um sich bestens für die Zukunft zu entwickeln.
Beispiel Datenanalyse für Ihren wirtschaftlichen Datenbestand
Wirtschaftlicher Datenbestand:
Tools zur Datenanalyse und Datenvisualisierung ermöglichen, Informationen verständlich, praxisnah und aktuell zu kommunizieren und eine Datenkultur zu schaffen. Dabei geht es nicht schlicht um Argumente für eine bestimmte Aussage, sondern um die Konversation dahinter. Solche Konversationen fördern die Datenkompetenz der Mitarbeiter und ermöglicht ihnen, die Daten zu verstehen – bei jeder geschäftlichen Entscheidung.
In Form von Dashboards lässt sich ein Fazit Schritt für Schritt darlegen und lädt die Mitarbeiter aller Abteilungen und Positionen dazu ein, die Entscheidungen und Sichtweisen zu verstehen und nachzuvollziehen. Es gilt also, diesen Digitalisierungsbedarf im Unternehmen zu decken.
Ihr Unternehmen steht auf einem wackligen Fundament – der Gegenwind ist bereits da
Warum diese Aussage womöglich auf Ihr Unternehmen zutrifft? Unternehmensentscheidungen werden nun mal basierend auf Daten getroffen. Um überhaupt in die Lage versetzt zu werden, eine Entscheidung zu treffen, muss man in der Lage sein, diese Daten zu verstehen. Die riesigen Mengen an Daten, die sich in Datensilos angesammelt haben, müssen in brauchbare Informationen umgewandelt werden.
Es gilt, ein gemeinsames Verständnis zu gewinnen und dadurch die Mitarbeiter aller Positionen abzuholen, damit die beste Entscheidung für das Unternehmen getroffen werden kann. In der Regel haben die Unternehmen Ihren wirtschaftlichen Datenbestand noch nicht definiert. Es fehlt an den oben beschriebenen Kompetenzen, Techniken und Werkzeugen.
Um die verschiedensten vorhandenen Systeme und Datenquellen – vom Finanzsystem bis zur Produktionsplanung – miteinander zu verschmelzen, benötigt man eine Definition Ihres Wirtschaftlichen Datenbestands.
Wenn diese nicht vorliegt, steht Ihr Unternehmen zunächst auf einem wackligen Fundament, welches es nicht ermöglicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Hier ein paar Beispiele: Sie möchten Ihr ERP System mit Ihrem CRM System in Beziehung setzen und wissen, wie viele Kontaktpunkte mit Ihren Kunden vorliegen und auch welche Absatzkanäle bespielt wurden. Gleichzeitig benötigen Sie aber den aktuellen Forderungsstand oder die aktuellen Umsatzkennzahlen pro Vertriebskanal.
Wie sieht nun das weitere Vorgehen aus? Wie sollen die Daten zusammengebracht werden? Folgende Gedankensätze sind erforderlich:
- Vorfahrtsregel: Welches System dient als Ausgangslage und als erste Datenbasis?
- Bewegungen: Wollen Sie einzelne Transaktionen bzw. Zahlungseingänge oder -ausgänge sehen?
- Bestandssicht: Neben den Bewegungen ist vielleicht der Anfangsbestand relevant zuzüglich der Zu- und Abgänge. Es ergibt sich der Endbestand
- Historisierung: Welche Datensätze oder Spalten sollen gespeichert werden, damit Sie rückwirkend erkennen, was sich verändert hat? Beispiel: Adressänderung eines Kunden
Man sieht also, welche Komplexität hinter einer vermeintlich einfachen Abfrage steht. Wenn hier der Betriebscontroller als Lösung genannt wird, haben Sie bereits eine Schatten-IT implementiert, die bei einem möglichen Ausfall dieser Person nicht mehr so einfach nachvollzogen werden kann.


Fazit
Man kann zu den Gewinnern gehören, wenn man kompetente Mitarbeiter einstellt, sich gemeinsam mit den Daten und der zukünftigen, unternehmerischen Nutzung von Daten intensiv auseinandersetzt und im Unternehmen Platz und Positionen in Bezug auf Digitalisierung schafft. Digitale Kompetenzen und geschulte Mitarbeiter sind demnach ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg.
Wichtig ist, zu beginnen und den ersten Schritt in Richtung Digitalisierung zu gehen und den Wert seiner Daten zu erkennen.
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