Energiemanagement: 10 Folgen eines fehlenden Energiemanagements

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Swen Göllner

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Folgen bei fehlendem Energiemanagement für Ihr Unternehmen: Seit einigen Jahren sind Unternehmen in Deutschland gesetzlich aufgefordert, ein Energieaudit durchzuführen.

In Hinblick auf weitere rechtliche Grundlagen und Verpflichtungen ist ein Energiemanagement nicht wegzudenken.

Mit einem Energiemanagement bzw. einem Energiemanagementsystem können Unternehmen das Thema Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihre Betriebsabläufe integrieren und langfristig dadurch sogar Einsparungen erzielen. Ohne eine effiziente Energiemanagement Software riskiert ein Unternehmen, nicht nur gesetzliche Anforderungen zu verfehlen, sondern auch wertvolle Einsparmöglichkeiten zu übersehen

Doch welche Auswirkungen kann ein fehlendes Energiemanagement eigentlich auf ein Unternehmen haben?

1. Sie verhindern die Reduzierung der Verbräuche im Unternehmen

Dadurch, dass Sie keinen Überblick über Ihre tatsächlichen Verbräuche und Kosten haben, können Sie unmöglich in ihren Energiespar-Prozess eingreifen und diese wichtigen Parameter reduzieren – denn wo sollen Sie starten?

Dabei können sich eigens angestellte Vermutungen oder blinde Änderungen sogar nachteilig auswirken und am Ende verbrauchen Sie womöglich mehr Ressourcen und erhöhen so die Kosten. Es gilt daher, sich eine Strategie zu überlegen und Meilensteine einzuplanen.

Wenn also ein Energiemanagement, beziehungsweise ein Energiemanagementsystem im Unternehmen besteht oder neu implementiert werden soll, haben Sie den kompletten Überblick über Ihre Energiedaten und können auf Basis dieser weitere Energiespar-Maßnahmen planen.

2. Sie erkennen Ihr Einsparpotential nicht

Die Kosteneinsparung ist in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema. Dafür ist es aber notwendig, sich einen Überblick über die Einsparpotentiale zu verschaffen und direkt dort anzusetzen, statt Ressourcen an falscher Stelle zu „verschwenden“. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie Ihre Energie einsparen können, können Sie auch keine Kostensenkung erwarten.

Durch die gezielte Auswertung ihrer Daten, erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Einsparung und so werden Sie in die Lage versetzt, diese zügig umsetzen zu können.

Die Überwachung der Verbräuche und der damit verbundenen Einsparpotentiale kommt nicht nur der Stromrechnung, sondern auch der Umwelt zugute.

Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems sind Einsparungen von bis zu 30% möglich. Gemessen an den derzeitigen Energiekosten ein sehr hohes Einsparpotential.

3. Die Produktivität Ihres Unternehmens leidet

Viele Unternehmen haben leider nur einen eingeschränkten Überblick über die einzelnen Anlagen und deren Verbräuche. Häufig leidet, bedingt durch unkontrollierte oder unbewusste Mehrverbräuche bzw. Ressourcen, die Produktivität Ihres Unternehmens. Die dort benötigten Ressourcen könnten an anderen Stellen viel besser genutzt werden.

Über den Bedarf hinausgehende Betriebszeiten von Anlagen, fehlendes Controlling der Energieverbräuche oder ein nicht erkannter Wartungsbedarf sind Aspekte im Betriebsprozess, die vermeidbar sein können.

Durch eine intelligente Vernetzung ist es sogar möglich, dass die Anlagen untereinander kommunizieren und sich zusammenhängende Lösungen finden lassen können.

4. Sie erschweren die Durchführung des Energieaudits

Energieaudits, welche alle vier Jahre wiederholt werden müssen, sind mit einem bestimmten Aufwand verbunden. Dieser umfasst Terminabsprachen und die Auswertung und Bereitstellung von wichtigen Unterlagen. Nicht selten kommt es vor, dass auch eine Begehung des Unternehmens durch den Auditor nötig ist, um an wichtige Daten für die Durchführung des Energieaudits zu gelangen.

Mithilfe eines kontinuierlichen Energiemanagements haben Sie die Möglichkeit, anfallende Energieaudits zu erleichtern. Dadurch dass die relevanten Daten bereits vorliegen, können Sie dem Auditor vor dem Energieaudit unkompliziert zur Verfügung gestellt werden.

Energieaudits können auch als Voraussetzung für steuerliche Vorteile gesehen werden und sind daher besonders zu betrachten.

5. Schwierige Suche nach Fehlern bei kritischen Zuständen

Ein wichtiges Thema in einem Unternehmen und dessen Produktion ist es, kritische Zustände wie die Überlastung des Stromnetzes in Form von Stromspitzen oder Überhitzung der Anlagen so gut es geht zu vermeiden. Ein Energiemanagementsystem kann zur besseren Nachvollziehbarkeit, der zu kritischen Zuständen geführten Aktivitäten und Sicherstellung der Stromversorgung, beitragen. Mit Hilfe der Überwachung über die Zustände können sich Maßnahmen zur Reduzierung oder gar Vermeidung solcher kritischen Zustände und Aktivitäten ermitteln und einleiten.

So hat man beispielsweise ständig die Spannungsqualität im Blick und kann dadurch sogar  die Brandgefahr im Unternehmen verringern.

6. Keine historische Datenanalyse möglich

Kritische Zustände oder zu hohe Stromverbräuche sind häufig erst erkennbar, wenn es eigentlich schon zu spät ist. In dem Fall sind diese unvermeidbar. Bei einem Energiemanagementsystem ist durch die höhere Genauigkeit der kontinuierlichen Erfassung der Daten sogar eine historische Ansicht der Verbräuche möglich.

Durch solch eine Ansicht lassen sich beispielsweise Trends erkennen, die vorhersagen, wann in Zukunft die Wartung einer Maschine nötig wird.

7. Sie tun nichts für Ihr Image

Der aktuelle Trend geht vermehrt zum nachhaltigen Unternehmensimage und Themen wie CO2-Neutralität und Klimaschutz gewinnen stetig an gesellschaftlicher, unternehmerischer und politischer Bedeutung.

Im Wettbewerb haben nur die Unternehmen eine Chance, die sich dementsprechend positionieren und ausrichten. So kann es schnell vorkommen, das andere Unternehmen aufgrund Ihres „grünen Images“ vorgezogen werden.

Dies hat einen enormen Einfluss auf das Lieferantenmanagement, also der Bewertung von Lieferanten zu bestimmten Kriterien, weshalb nicht nur die Pünktlichkeit und Preise bei der Auswahl eines geeigneten Lieferanten eine Rolle spielen, sondern auch die Nachhaltigkeit und Klimaneutralität in die Bewertung fallen.

Nur durch ein ,,grünes Image“ und die gleichzeitige Kommunikation nach außen können Sie derartige Wettbewerbsvorteile gegenüber Ihrer Konkurrenz erzielen.

8. Rechtliche Konsequenzen drohen

Seit einigen Jahren werden vermehrt Pflichten  zur Dokumentation und zum Nachweis bestimmter Kennzahlen und Zustände von Unternehmen in Deutschland oder der EU eingeführt. Mit einem Energiemanagement versäumen Sie keine dieser Nachweis- oder Dokumentationspflichten, da Sie all Ihre Daten jederzeit auswertbar vorliegen haben und somit gewappnet, für die anstehenden Energieaudits oder Nachhaltigkeitsberichte, sind.

Wenn Unternehmen beispielsweise das Energieaudit nicht, nicht richtig/vollständig/rechtzeitig durchführen, können Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.

9. Im schlimmsten Fall erhalten Sie keine Bankfinanzierungen

Immer mehr Banken verlangen bei der Anfrage auf Finanzierung einen sogenannten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens, um somit Informationen zur Einschätzung von Nachhaltigkeitsrisiken in die Kreditentscheidung mit einzubeziehen.

Auf diese Weise bewerten die Unternehmen künftige Kreditgeschäfte auf Basis eines Scoring Models, bei dem Aspekte zur Diskussion der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens eingestuft werden.

In die Bewertung fallen demnach Risiken, wie

– finanzielle Risiken, die durch physische Effekte der Klimaerwärmung oder andere Einflüsse entstehen

– politische Risiken, wie zum Beispiel Preisveränderungen von Kohlestrom

– rechtliche Risiken, wie Rechtsstreitigkeiten durch das Ausbleiben von Maßnahmen für die Reduzierung von Klimaauswirkungen

– technologische Risiken, wie die Ersetzung von alter Technologie, die die Umwelt schädigt

– Marktrisiken, zum Beispiel die Veränderung des Konsumentenverhaltens und zum Trend von nachhaltigen Produkten

– Reputationsrisiken, wie Verlust von Kunden bei Unternehmen, die umweltschädlich agieren.

Mithilfe eines Energiemanagementsystems haben Sie die Risiken jederzeit im Blick und können wichtige Daten für solche Entscheidungen liefern.

10. Wie Ihnen der bimanu-Ansatz beim Energiemanagement hilft

Die Bimanu Cloud ist eine „All in One“-Plattform für die Erfassung und Analyse Ihrer Energiedaten.

Somit brauchen Sie keine weiteren Softwaresysteme und haben all Ihre Datenbereiche – von Energieverbräuchen bis hin zu Kaufmännischen Daten – in einem System.

Die können mithilfe der Bimanu Cloud Ihre gesamte Wertschöpfungskette transparent darstellen und sogar neue Technologien wie Machine Learning in Verbindung mit der vorausschauenden Wartung einsetzen.

Durch die Überwachung mithilfe von Dashboards haben Sie immer einen Blick auf die aktuellen Zahlen, können schnell die Analyse visualisieren und Einsparpotentiale erkennen. Die Dashboards sind überall und jederzeit über mobile Endgeräte aufrufbar.

Sie erhalten außerdem individuelle Nachhaltigkeitsberichte und den Nachweis für Ihre Kunden, dass Sie die Anforderungen erfüllen.

Dank unseres Baukastenprinzips können Sie klein starten und damit schnell in die Umsetzung kommen – wir können Ihnen ein vorzeigbares Resultat innerhalb von zwei Wochen liefern.

energiemanagment dashboard beispielbericht 1

Fazit

Wie Sie sehen, kann ein fehlendes Energiemanagement enorme Auswirkungen auf ein Unternehmen haben und ist daher in der aktuellen Situation wichtiger denn je.

Damit Sie all Ihre Daten im Blick haben und dabei alle rechtlichen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig Kosten senken können, bedarf es einem durchdachten System für Ihr Unternehmen.

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Über den Autor

Swen Göllner ist Gründer und Geschäftsführer von bimanu GmbH und bimanu Cloud Solutions GmbH, zwei Unternehmen, die sich auf Business Intelligence, Data Warehouse und Cloud-Anwendungen spezialisieren.Er hat einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik von der F.O.M Fachhochschule für Ökonomie und Management Neuss und einen MBA General Management von der Düsseldorf Business School an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Außerdem ist er Host des Podcasts „Wertgeschätzt – der Business Intelligence Podcast“ – der Nummer 1 Business Intelligence Podcast und Autor des Buches „33 Impulse für einfache Datenstrategien im Mittelstand ZEIT SPAREN, KOSTEN SENKEN, UMSATZ STEIGERN“.

Swen Göllner

Gründer & Geschäftsführer

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