Inhalt
Bild von Swen Göllner
Swen Göllner

Autor

Die Business-Intelligence-Landschaft verändert sich rasant. Während etablierte On-Premises-Lösungen lange Zeit den Markt prägten, gewinnen Cloud-native Plattformen und automatisierte Modellierungsansätze zunehmend an Bedeutung. Besonders deutlich wird das am Vergleich zweier sehr unterschiedlicher Systeme: Cubeware, einem klassischen BI- und Planungstool, und der bimanu Cloud, einer modernen Low-Code-Datenplattform für den Mittelstand.

Die Frage lautet: Welches System passt zu den heutigen Anforderungen an Datenarchitektur, Automatisierung und Skalierbarkeit?

Was ist Cubeware?

Cubeware ist ein Business-Intelligence-System, das seit den späten 1990er-Jahren vor allem im Controlling- und Finanzbereich eingesetzt wird. Die Lösung wurde ursprünglich als integriertes Reporting- und Planungssystem entwickelt und war lange Zeit ein fester Bestandteil klassischer BI-Landschaften im Mittelstand. Technologisch basiert Cubeware auf einer traditionellen On-Premises-Architektur, die lokale Server, manuell modellierte OLAP-Cubes und eine eng gekoppelte ETL-Verarbeitung nutzt.

In den vergangenen Jahren wurde Cubeware jedoch übernommen und in größere Unternehmensstrukturen eingegliedert. Diese Übernahmen hatten Auswirkungen auf die Produktstrategie: Die Weiterentwicklung verlangsamt sich, technologische Neuausrichtungen bleiben aus und die Plattform bewegt sich weitgehend innerhalb ihrer ursprünglichen Architekturgrenzen. Für Unternehmen bedeutet das, dass Cubeware zwar weiterhin als stabiles Controlling-Werkzeug funktioniert, aber nicht mehr aktiv in Richtung moderner Datenarchitekturen weiterentwickelt wird.

Gerade im Kontext wachsender Datenvolumina, heterogener Quellsysteme und cloudbasierter Analyseanforderungen wird sichtbar, dass die technische Basis von Cubeware – lokale Installation, starre OLAP-Strukturen und begrenzte Skalierbarkeit – kaum noch zu den heutigen Anforderungen an flexible, automatisierte und zukunftsfähige Datenplattformen passt.

Dashboard mit Verkaufs- und Kostenanalysen

Architektur: Klassisches Client-Server-Modell

Technologisch verwendet Cubeware ein traditionelles Client-Server-Konzept. Alle Kernkomponenten – vom Reporting-Frontend bis zur Datenintegration – werden lokal installiert und betrieben. Das System greift auf relationale Datenbanken wie Microsoft SQL Server oder Oracle zu, die als Grundlage der multidimensionalen Cubes dienen.

Diese Architektur entspricht dem BI-Verständnis der 2000er Jahre: stabile, aber statische Installationen, die stark von manueller Wartung abhängen. Moderne Cloud-Funktionalitäten wie automatische Skalierung, containerisierte Deployments oder serverlose Datenverarbeitung sind konzeptionell nicht vorgesehen.

Datenmodellierung: OLAP-Cubes als Kern

Im Mittelpunkt von Cubeware steht ein mehrdimensionales Datenmodell. Kennzahlen und Dimensionen werden in OLAP-Cubes organisiert, die für Analyse, Filterung und Aggregation optimiert sind. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders für klassische Controlling-Fragestellungen wie Kosten, Ist-/Plan-Abweichungen oder strukturelle Berichte.

Die Modellierung erfolgt jedoch manuell und setzt detailliertes technisches Know-how voraus. Änderungen an Strukturen oder Kennzahlen erfordern Eingriffe in die Cube-Definitionen – ein Prozess, der zeitintensiv und fehleranfällig sein kann und sich nur bedingt für dynamische Datenlandschaften eignet.

Reporting: IBCS-Unterstützung im Desktop-Client

Ein Alleinstellungsmerkmal von Cubeware ist die native Unterstützung des IBCS-Standards. Das bedeutet: Diagramme, Tabellen und Berichtsstrukturen folgen einem fest definierten Regelwerk für einheitliche Visualisierungen.

Technisch geschieht dies vollständig innerhalb des Desktop-Clients „Cockpit“, der als zentrales Frontend dient. Die Visualisierungslogik ist proprietär implementiert und nicht browserbasiert. Das sorgt für Stabilität, schränkt aber Modernisierungsoptionen ein, da keine Web-Rendering- oder API-gesteuerten Frontend-Mechanismen existieren.

Planung: Integrierte Szenario- und Forecast-Funktionen

Cubeware verfügt über integrierte Planungsfunktionen, die eng mit den OLAP-Cubes verzahnt sind. Anwender können Werte direkt in den Cubes schreiben und Forecast-, Budget- oder Szenariofunktionen verwenden. Diese Fähigkeit war über Jahre ein zentraler Vorteil, da viele BI-Tools Planung und Reporting historisch voneinander trennten.

Die technische Umsetzung ist jedoch ebenfalls eng an die Cube-Architektur gebunden. Dadurch entstehen bei wachsenden Anforderungen – etwa beim Aufbau simulationsfähiger Modelle oder bei der Einbindung externer Daten – strukturelle Grenzen.

Datenintegration: Klassisches ETL über den Importer

Die ETL-Funktionalität von Cubeware wird über den „Importer“ bereitgestellt. Dieses Werkzeug extrahiert Daten aus Quellsystemen, transformiert sie regelbasiert und lädt sie anschließend in die OLAP-Strukturen.

Der Importer folgt einem traditionellen ETL-Konzept:

  • lokale Installation
  • manuell definierte Transformationsregeln
  • sequenziell ausgeführte Ladeprozesse
  • fehlende API-orientierte oder ereignisbasierte Datenpipelines

Damit ist die Plattform technisch solide, aber nicht für hochfrequente oder heterogene Datenströme ausgelegt – etwa IoT-Daten, Webdaten oder KI-Trainingsdaten.

Betrieb: Vollständig On-Premises orientiert

Alle Komponenten von Cubeware setzen eine lokale Serverumgebung voraus. Administration, Updates, Betrieb und Monitoring erfolgen manuell oder über klassische Windows-Dienste.

Diese Ausrichtung führt in modernen Datenlandschaften zu Herausforderungen:

  • begrenzte Skalierungsmöglichkeiten
  • hoher Administrationsaufwand
  • komplexe Abhängigkeiten zwischen Datenbank, ETL und Client
  • fehlende Cloud-Integration oder containerisierte Deployments

Während dies früher als stabiler Standard galt, gilt heute: Eine solche Architektur lässt sich nur schwer mit Anforderungen an flexible, automatisierte und Cloud-fähige Datenplattformen vereinbaren.

Einordnung: Stärken im Controlling, Grenzen in modernen Architekturen

Über viele Jahre war Cubeware technologisch ein leistungsfähiges Werkzeug für das klassische Finanz- und Unternehmenscontrolling. Es bietet präzise multidimensionale Analysen, IBCS-Unterstützung und integrierte Planung.

Aus heutiger Sicht zeigt sich jedoch, dass die Plattform stark von ihrer On-Premises-Logik geprägt ist und die Flexibilität moderner Datenarchitekturen nur eingeschränkt abbilden kann. Dynamische Datenvolumina, KI-Use-Cases, Echtzeitdaten oder cloudbasierte Analysen liegen außerhalb des ursprünglichen Konzepts.

Was ist die bimanu Cloud?

Die bimanu Cloud ist eine Cloud-native Datenplattform, die speziell dafür entwickelt wurde, Datenintegration, Modellierung, Speicherung und Bereitstellung in einer zentralen Umgebung zu bündeln. Sie verfolgt einen modellgetriebenen Ansatz und nutzt moderne Cloud-Technologien, um automatisierte Datenflüsse, reproduzierbare Datenmodelle und eine hohe Qualität der bereitgestellten Informationen sicherzustellen. Die Plattform richtet sich an Unternehmen, die ein skalierbares, zentral steuerbares und fachlich nachvollziehbares Datenfundament aufbauen möchten – unabhängig von ihren bestehenden Systemlandschaften.

Business Intelligence Plattform

Architektur: Cloud-native Backend-Engine

Im Kern basiert die bimanu Cloud auf einer vollständig cloudbasierten Backend-Engine, die Datenverarbeitung, Datenhaltung und Governance in einem automatisierten Prozess integriert. Die Plattform setzt auf eine Kombination moderner Technologien wie Microsoft Azure und Snowflake, die als skalierbare Infrastruktur dienen. Dadurch lassen sich Datenvolumen dynamisch verarbeiten, ohne dass Unternehmen eigene Hardware betreiben oder manuell skalieren müssen.

Der Betrieb erfolgt über Microservices, containerisierte Komponenten und automatisierte Deployment-Prozesse. Das System erzeugt Ladeprozesse, Datenstrukturen und Dokumentation nicht manuell, sondern generiert sie auf Basis der modellierten Anforderungen – ein wesentlicher Unterschied zu klassischen ETL- oder BI-Werkzeugen.

Datenmodellierung: Modellgetrieben und methodisch fundiert

Die Datenmodellierung in der bimanu Cloud folgt einem methodischen Ansatz, der Data Vault und dimensionale Modellierung kombiniert. Im Zentrum steht der Data Hub, der aus Quellstrukturen automatisiert Hubs, Links und Satelliten ableitet. Die Modellierung erfolgt über einen Low-Code-Ansatz: Anwender definieren Geschäftsschlüssel, Relationen oder fachliche Anforderungen, und die Plattform generiert daraus das Core-Datenmodell.

Auf dieser Grundlage lässt sich anschließend ein konsistentes, mehrschichtiges Datenmodell aufbauen – inklusive historisierter Satelliten, Fakten, Dimensionen und Business-Regeln. Diese Automatisierung reduziert Fehler, beschleunigt Entwicklungszeiten und stellt sicher, dass Modelle reproduzierbar und versionierbar bleiben.

Datenintegration: Offene Schnittstellen für heterogene Quellen

Die bimanu Cloud unterstützt eine große Vielfalt an Datenquellen – von klassischen Unternehmenssystemen über Datenbanken bis hin zu IoT- und Webdaten. Der Data Hub bietet Konnektoren für relationale Datenbanken, Flatfiles, JSON-Strukturen oder Cloud-Systeme. Jede Quelle kann über Metadatenimporte analysiert und automatisch strukturiert werden, sodass der Einstieg in die Modellierung ohne umfangreiche Programmierung erfolgt.

Die Schnittstellenlogik ist bewusst offen gestaltet. Unternehmen können ihre bestehenden Systeme ohne proprietäre Adapter einbinden, und die Daten können später auch in andere Analytics- oder KI-Tools exportiert werden. Diese Offenheit reduziert Abhängigkeiten und ermöglicht hybride Architekturen.

Automatisierung: End-to-End-Deployment und Governance

Eine zentrale Stärke der bimanu Cloud ist die durchgängige Automatisierung. Nach der Modellierung erzeugt die Plattform alle erforderlichen Komponenten für den operativen Betrieb automatisch: Ladeprozesse, Tabellenstrukturen, Bereinigungslogiken und Dokumentation. Diese Automatisierung umfasst sowohl technische als auch fachliche Aspekte und stellt sicher, dass Änderungen an Modellen jederzeit nachvollziehbar bleiben.

Die Plattform bildet außerdem Governance-Aspekte wie Berechtigungskonzepte, Historisierung, Versionierung und Revisionssicherheit ab. Dadurch entsteht eine transparente Datenbasis, die für Reporting, Analysen und KI-Anwendungen genutzt werden kann.

Bereitstellung: Kollaborative Nutzung über eine zentrale Datenbasis

Alle Daten werden in einem zentralen Unternehmensdatenlayer gehalten, der als „Single Point of Truth“ dient. Fachbereiche können auf dieser Grundlage Reports, Dashboards und Analysen erstellen – unabhängig davon, welches Frontend eingesetzt wird. Die bimanu Cloud trennt Datenarchitektur und Visualisierung bewusst voneinander. Unternehmen können Power BI, Tableau oder andere BI-Werkzeuge einbinden, ohne dass die Datenmodellierung an ein spezifisches Tool gebunden ist.

Durch die zentrale Datenhaltung und das Rollen- und Berechtigungskonzept können verschiedene Abteilungen gleichzeitig mit denselben, konsistenten Informationen arbeiten. Das fördert Datendemokratisierung und verhindert Silostrukturen.

Einordnung: Skalierbare Datenarchitektur für moderne Anforderungen

Die bimanu Cloud wurde entwickelt, um eine skalierbare, automatisierte und governanceorientierte Datenarchitektur bereitzustellen. Im Gegensatz zu klassischen BI-Systemen steht nicht das Reporting im Mittelpunkt, sondern das systematische Management von Daten – von der Integration über die Modellierung bis zur Bereitstellung für Analyse und KI. Damit eignet sich die Plattform insbesondere für Unternehmen, die eine zukunftsfähige Datenstrategie etablieren möchten und Wert auf Wiederverwendbarkeit, Automatisierung und eine klare methodische Struktur legen.

Tiefgehender technischer Vergleich: Cubeware vs. bimanu Cloud

Ein technischer Vergleich zwischen Cubeware und der bimanu Cloud zeigt zwei grundverschiedene Ansätze, die aus unterschiedlichen technologischen Generationen stammen. Cubeware wurde in einer Zeit entwickelt, in der On-Premises-BI-Systeme den Markt bestimmten, Daten in statischen Strukturen vorlagen und ETL-Prozesse sequenziell in lokalen Serverlandschaften ausgeführt wurden. Die bimanu Cloud dagegen folgt einem Cloud-nativen Modell, das Datenarchitekturen automatisiert aufbaut, flexibel skaliert und moderne Governance- sowie KI-Anforderungen integriert. Beide Systeme erfüllen zentrale BI-Funktionen, unterscheiden sich jedoch fundamental darin, wie sie Daten verarbeiten, modellieren und bereitstellen.

Unterschiedliche Architekturprinzipien

Cubeware basiert auf einer klassischen On-Premises-Architektur, in der sämtliche Komponenten lokal installiert und betrieben werden. Datenbanken, ETL-Strecken und OLAP-Cubes liegen auf dedizierten Servern, die von der internen IT gepflegt und skaliert werden. Dieses Modell sorgt für Stabilität, ist aber zugleich statisch und nur begrenzt erweiterbar. Jede neue Datenquelle, jede Veränderung an der Cube-Struktur oder jede Anpassung der Berichtslandschaft erfordert technische Eingriffe, die oft manuelle Modellierungsarbeit oder die Unterstützung spezialisierter Berater notwendig machen.

Die bimanu Cloud hingegen wurde von Grund auf als Cloud-native Plattform konzipiert. Sie nutzt skalierbare Dienste wie Snowflake und Azure-Komponenten, die Rechenkapazitäten dynamisch bereitstellen und die Datenverarbeitung eventbasiert steuern. Dadurch entsteht eine Architektur, die sich automatisch an unterschiedliche Lasten anpasst und hohe Flexibilität bietet. Unternehmen müssen sich weder um Hardware noch um Kapazitätsgrenzen kümmern, da die Skalierung in der Cloud vollständig automatisiert erfolgt.

Aus technischer Sicht bedeutet dies: Cubeware arbeitet innerhalb eines festen Rahmens, während die bimanu Cloud ein flexibles Fundament bietet, das auch umfangreiche Datenvolumina, variable Workloads und komplexe Systemlandschaften problemlos verarbeiten kann.

Datenmodellierung und strukturelle Flexibilität

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Art und Weise, wie Daten modelliert werden. Cubeware nutzt eine multidimensionale OLAP-Architektur, die auf manuell definierten Dimensionen, Measures und Hierarchien basiert. Das ermöglicht stabile Controlling-Modelle, ist aber gleichzeitig starr und schwer anpassbar. Jede Änderung an der Datenstruktur erfordert Eingriffe in die Cube-Modellierung und oftmals eine vollständige Neukonfiguration des Datenmodells. Historisierte Daten, flexible Attributänderungen oder die Integration semistrukturierter Daten lassen sich nur eingeschränkt realisieren.

Die bimanu Cloud setzt auf ein modellgetriebenes Vorgehen, bei dem fachliche Anforderungen und technische Metadaten automatisch in Data-Vault- und dimensionale Modelle übersetzt werden. Die Plattform erzeugt Hubs, Links und Satelliten vollständig automatisiert und ergänzt sie um Historisierung, Versionierung und Dokumentation. Dadurch entsteht ein Datenfundament, das sich kontinuierlich weiterentwickeln lässt, ohne dass der Modellierungsaufwand exponentiell steigt. Änderungen an Geschäftsprozessen oder Datenquellen werden automatisch in das Modell überführt, was die Wartbarkeit und Nachhaltigkeit der Datenarchitektur erheblich verbessert.

Während Cubeware ein statisches, handgebautes Modell verwendet, bietet die bimanu Cloud ein dynamisches, methodisch fundiertes Architekturgerüst, das langfristig stabil bleibt und für stetig wachsende Anforderungen ausgelegt ist.

Datenintegration und Verarbeitung

Auch in der Datenintegration unterscheiden sich die Systeme grundlegend. Cubeware verwendet ein traditionelles ETL-Werkzeug, dessen Ladeprozesse sequenziell und regelbasiert ablaufen. Die Erstellung und Pflege dieser Prozesse ist manuell und erfordert technisches Spezialwissen. Moderne Anforderungen wie API-basierte Datenintegration, die Verarbeitung von IoT-Daten oder die Nutzung semistrukturierter Formate wie JSON oder Parquet lassen sich nur eingeschränkt oder mit erheblichem Zusatzaufwand realisieren.

Die bimanu Cloud verfolgt einen automatisierten Ansatz. Auf Basis des Datenmodells generiert die Plattform sämtliche Ladeprozesse selbst und führt sie serverlos aus. Die Verarbeitung skaliert automatisch und kann strukturierte, semistrukturierte und unstrukturierte Daten ohne Anpassung des ETL-Codes verarbeiten. Da die Pipeline-Logik aus der Modellstruktur abgeleitet wird, sinkt der Aufwand für Wartung und Erweiterung erheblich. Fehlerhandling, Monitoring und Logging sind zentralisiert und integraler Bestandteil des Systems.

Während Cubeware somit stark von manuellen Prozessen abhängt, bietet die bimanu Cloud eine moderne, skalierbare und weitgehend automatisierte Datenverarbeitung, die mit minimalem Pflegeaufwand betrieben werden kann.

Governance, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit

Governance-Anforderungen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Versionierung, Dokumentation, Transparenz von Datenherkünften und Rollenmodelle sind heute zentrale Kriterien einer robusten Datenplattform. Cubeware erfüllt diese Anforderungen nur teilweise, da das System ursprünglich nicht auf Governance ausgerichtet war. Änderungen an Cubes, ETL-Jobs oder Berichten sind oft nur manuell nachvollziehbar, und automatische Historisierung oder revisionssichere Dokumentation fehlen weitgehend.

Die bimanu Cloud hingegen integriert Governance in alle technischen Prozesse. Jede Modelländerung wird versioniert, dokumentiert und kann vollständig rückverfolgt werden. Hubs und Links bilden die fachliche Struktur transparent ab, und Satelliten enthalten die vollständige Historisierung der Attribute. Rollen- und Berechtigungskonzepte sind systemweit implementiert, und die Cloud-Infrastruktur selbst erfüllt gängige Zertifizierungsstandards wie SOC und ISO.

Für moderne Unternehmen bedeutet das, dass bimanu nicht nur Daten bereitstellt, sondern auch die Governance dafür systematisch sicherstellt – etwas, das Cubeware technisch nicht leisten kann.

Vorbereitung auf KI und moderne Analyseverfahren

Während Cubeware vor allem für klassische BI-Anwendungsfälle entwickelt wurde, ist die bimanu Cloud darauf ausgelegt, auch KI- und Machine-Learning-Anforderungen zu bedienen. Cubeware speichert Daten in verdichteten, multidimensionalen Strukturen, die sich für Trainingsdaten und ML-Modelle nur begrenzt eignen. Weder flexible Historisierung noch die Verarbeitung großer Datenmengen noch die Integration mit ML-Frameworks ist unmittelbar vorgesehen.

Die bimanu Cloud hingegen bietet granular gespeicherte, historisierte Daten, die sich ideal für KI-Verfahren eignen. Die Integration mit Azure ML oder anderen ML-Diensten ist nahtlos möglich, und die Ergebnisse der Modelle können direkt wieder in die zentrale Datenbasis zurückgeführt werden. Dies legt die Grundlage für datengetriebene Anwendungen, die weit über klassisches Reporting hinausgehen.

Betrieb, Skalierung und Wartungsaufwand

Schließlich unterscheiden sich beide Systeme stark beim operativen Betrieb. Cubeware benötigt lokale Serverinstanzen, regelmäßige Wartungen, manuelle Updates und dedizierte IT-Ressourcen. Die Performance hängt direkt von der verfügbaren Hardware ab und skaliert nur begrenzt. Jede Erweiterung führt zu zusätzlichen Betriebskosten und erhöht die Komplexität der Systemlandschaft.

Die bimanu Cloud minimiert diese Aufwände erheblich. Da zentrale Komponenten wie Snowflake und Azure Functions elastisch skalieren, wächst das System automatisch mit den Anforderungen. Wartung, Deployment und Ressourcenmanagement erfolgen größtenteils automatisiert, was Betriebskosten senkt und die Zuverlässigkeit erhöht. Dadurch bleibt die Plattform auch bei wachsendem Datenvolumen performant und stabil.

Gesamtfazit aus technischer Perspektive

Der Vergleich zeigt klar, dass Cubeware eine solide Lösung für klassische BI- und Controlling-Anwendungen darstellt, aber in zentralen technologischen Bereichen – Cloud-Fähigkeit, Datenarchitektur, Automatisierung, Governance und KI – strukturelle Grenzen besitzt.

Die bimanu Cloud hingegen bietet eine moderne, skalierbare und methodisch aufgebaute Datenarchitektur, die sowohl aktuelle als auch zukünftige Anforderungen abdeckt. Durch den modellgetriebenen Ansatz, die automatische Generierung von ETL-Prozessen, die integrierte Governance und die Cloud-native Skalierung entsteht ein technisches Fundament, das deutlich nachhaltiger und flexibler ist.

In der logischen Bewertung moderner Datenanforderungen ist die bimanu Cloud daher technisch klar im Vorteil.

Vergleich zwischen cubeware und bimanu Cloud

Aus technischer Perspektive zeigt die Tabelle deutlich, dass Cubeware stark durch seine historische Architektur geprägt ist. Die bimanu Cloud hingegen adressiert moderne Anforderungen wie Automatisierung, Cloud-Skalierung, KI-Fähigkeit und Governance durchgängig und bietet damit ein deutlich zukunftsfähigeres Fundament.

Video – Tipp: Cubeware vs. bimanu Cloud

Wenn Du die Inhalte des Blogs noch einmal kompakt und praxisnah aufbereitet sehen möchtest, steht ein begleitendes Video zur Verfügung. Darin werden die Unterschiede zwischen Cubeware und der bimanu Cloud anschaulich erklärt und anhand konkreter Beispiele vertieft. Das Video eignet sich insbesondere für Entscheider:innen, die einen schnellen Überblick über die technischen Argumente und strategischen Auswirkungen erhalten möchten.

Zum Video: Vertiefende Erläuterungen zu Cubeware vs. bimanu Cloud.

Lösungsperspektive mit bimanu

Die bimanu Cloud ist nicht als klassisches BI-Frontend konzipiert, sondern als strategische Datenplattform, die als zentrales Fundament einer modernen Datenarchitektur dient. Im Fokus steht die Bereitstellung einer konsistenten, methodisch aufgebauten und automatisiert gepflegten Datenbasis, die Reporting, Advanced Analytics und KI-Anwendungen gleichermaßen unterstützt. Während traditionelle BI-Systeme primär Auswertungen ermöglichen, bildet die bimanu Cloud den gesamten technischen Unterbau ab – von der Datenintegration bis zur Bereitstellung eines strukturierten Data Warehouses.

Zentrale Integration diverser Datenquellen

Ein wesentliches Merkmal der Plattform ist die Fähigkeit, unterschiedliche Datenquellen – Datenbanken, operative Systeme, Cloud-Dienste oder semistrukturierte Formate – in einer zentralen Umgebung zusammenzuführen. Diese Integration erfolgt modellgetrieben: Die Struktur der Quelltabellen wird analysiert, Metadaten werden übernommen und automatisch in Hubs, Links und Satelliten überführt. Dadurch entsteht ein einheitliches Datenmodell, das unabhängig davon funktioniert, wie heterogen die zugrunde liegenden Systeme ursprünglich sind. Unternehmen erhalten damit einen konsolidierten Datenlayer, der bereichsübergreifende Analysen überhaupt erst ermöglicht.

Automatisierte Erstellung stabiler Datenmodelle

Im Kern der bimanu Cloud steht ein automatisierter Modellierungsprozess, der die sonst aufwendige Erstellung klassischer Data-Warehouse-Strukturen stark vereinfacht. Fachliche Anforderungen – etwa Kennzahlen, Geschäftsobjekte oder Relationen – werden im Low-Code-Modeller definiert und direkt in Data-Vault- oder dimensionale Strukturen übersetzt.
Diese Automatisierung sorgt nicht nur für methodische Konsistenz, sondern auch dafür, dass Modelle reproduzierbar, versionierbar und langfristig stabil bleiben. Änderungen an Quellstrukturen oder an Geschäftsprozessen lassen sich ohne tiefgreifende Entwicklungszyklen umsetzen, da die Plattform die generierten Strukturen automatisch anpasst.

Systematische Abbildung von Governance, Versionierung und Sicherheit

Datenarchitektur ist heute untrennbar mit Governance-Anforderungen verbunden. Die bimanu Cloud integriert diese Aspekte direkt in den technischen Prozess: Jede Modelländerung wird versioniert, jede Struktur historisiert, jede Transformation und jede Beziehung nachvollziehbar dokumentiert.
Die Plattform stellt dadurch sicher, dass Unternehmen nicht nur Daten analysieren können, sondern auch wissen, woher die Daten stammen, wie sie modelliert wurden und wann sie verändert wurden.
In Kombination mit der Cloud-Infrastruktur – einschließlich etablierter Sicherheitsstandards – entsteht ein kontrolliertes, auditierbares System, das für regulatorische Umgebungen genauso geeignet ist wie für datengetriebene Geschäftsmodelle.

Flexible Anbindung gängiger Reporting-Tools

Die bimanu Cloud trennt die Datenarchitektur bewusst vom Reporting. Dadurch lässt sich die Plattform nahtlos mit verschiedenen BI-Tools wie Power BI, Tableau oder Looker verbinden. Unternehmen sind nicht an ein bestimmtes Frontend gebunden und können bestehende Visualisierungslandschaften weiter nutzen.
Diese Entkopplung ermöglicht es, intern unterschiedliche Anforderungen abzudecken – vom schnellen Self-Service-Reporting über Management-Dashboards bis hin zu spezialisierten Analysen im Data Science Umfeld.

Reduzierte Abhängigkeit von externen Spezialisten

Ein wesentlicher Vorteil der Plattform liegt im Low-Code-Ansatz. Da Modellierung und ETL-Erstellung automatisiert erfolgen, sind technische Anpassungen nicht länger ausschließlich Sache spezialisierter Data Engineers oder Consultants. Fachbereiche und Data Teams können aktiv an der Weiterentwicklung der Datenmodelle teilnehmen, ohne komplexe Skripte oder ETL-Frameworks beherrschen zu müssen.
Dies entlastet die interne IT, verkürzt Entwicklungszyklen und erhöht die Geschwindigkeit, mit der neue Anforderungen umgesetzt werden können.

Skalierbarer und methodischer Ansatz für wachsende Datenlandschaften

Gerade Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Systemen oder stark wachsendem Datenvolumen profitieren von der bimanu Cloud. Die Plattform bietet einen methodischen Rahmen, der von Anfang an darauf ausgelegt ist, Datenstrukturen konsistent zu halten und mit steigenden Anforderungen mitzuwachsen.
Durch die Kombination aus Cloud-Skalierung, automatisierter Modellierung und offener Schnittstellenlogik entsteht eine Datenbasis, die sowohl kurzfristige Reporting-Anforderungen als auch langfristige strategische Ziele unterstützt.

Das bimanu Whitepaper

Die Anforderungen an moderne Datenlandschaften verändern sich weiter in Richtung skalierbarer, modellgetriebener und automatisierter Datenarchitekturen. Unternehmen trennen zunehmend zwischen fachlicher Modellierung, zentraler Datenhaltung und operativen Analytics-Tools. Dieser Trend zeigt sich auch daran, dass klassische BI-Systeme wie Cubeware ihre Stärken im Controlling behalten, aber strukturell an Grenzen stoßen, sobald Datenvolumen, Datenvielfalt und Aktualität steigen.

Für viele Organisationen reicht ein reines Reporting- oder Planungssystem deshalb nicht mehr aus. Stattdessen rückt der Aufbau eines unternehmensweiten Datenfundaments in den Mittelpunkt – mit klaren Standards für Governance, Historisierung und Wiederverwendbarkeit. Der Fachkräftemangel verstärkt diesen Wandel: Manuell gepflegte OLAP-Strukturen oder individuell programmierte ETL-Strecken sind langfristig kaum wirtschaftlich zu betreiben.

Plattformen wie die bimanu Cloud schließen genau diese Lücke. Sie verbinden Low-Code-Datenmodellierung, automatisierte ETL-Erzeugung und offene Integrationen zu einem Ansatz, der auch in komplexen Systemlandschaften schnell einsatzfähig ist. Damit entsteht eine hybride Datenarchitektur, die klassische Reporting-Anforderungen erfüllt und gleichzeitig KI- und Analyseinitiativen unterstützt.

Wie ein methodischer Aufbau in kurzer Zeit gelingen kann, zeigt unser Whitepaper – inklusive eines Vorgehensmodells, das eine produktive Datenbasis innerhalb von 14 Tagen ermöglicht.

Zum Whitepaper: „Moderne Datenarchitektur mit der bimanu Cloud“ – jetzt herunterladen.

Business Intelligence Projektstart Leitfaden

Fazit und Ausblick

Die Gegenüberstellung von Cubeware und der bimanu Cloud verdeutlicht zwei grundsätzlich unterschiedliche Entwicklungswege. Cubeware steht für eine Generation klassischer BI-Systeme, die vor allem für stabile, klar abgegrenzte Controlling-Prozesse konzipiert wurden. Zwar bietet die Lösung weiterhin solide Auswertungsmöglichkeiten und integrierte Planungsfunktionen, doch die Plattform entwickelt sich technologisch kaum noch weiter. Dadurch entstehen strukturelle Grenzen: fehlende Cloud-Fähigkeit, eingeschränkte Skalierbarkeit, starke Abhängigkeit von manueller Modellierung und limitierte Integrationsmöglichkeiten für moderne Datenquellen. Eine Architektur, die auf OLAP-Cubes, lokalem ETL und On-Premises-Betrieb basiert, ist für heutige dynamische und heterogene Datenlandschaften nicht mehr zukunftsfähig.

Die bimanu Cloud verfolgt einen modernen Plattformansatz. Sie kombiniert modellgetriebene Datenarchitektur, automatisierte Prozesse und Cloud-Skalierbarkeit in einer integrierten Umgebung. Unternehmen können damit unterschiedlichste Datenquellen konsolidieren, Data-Vault-Modelle automatisch erzeugen und eine robuste, historisierte Datenbasis für Reporting, Analytics und KI aufbauen. Durch die klare Trennung zwischen Datenplattform und BI-Frontend lassen sich bestehende Reporting-Werkzeuge flexibel weiter nutzen, ohne parallele Modelle pflegen zu müssen. Das Ergebnis ist ein technologisches Fundament, das nicht nur operative Anforderungen erfüllt, sondern langfristig tragfähig bleibt.

Ausblick:
Datenlandschaften werden in den kommenden Jahren noch heterogener, Analysezyklen kürzer und KI-Anwendungen stärker in operative Abläufe eingebettet. Unternehmen müssen daher entscheiden, ob sie in eine Architektur investieren, die primär vergangenheitsorientiertes Reporting unterstützt, oder ob sie ein Fundament schaffen, das kontinuierliche Weiterentwicklung ermöglicht. Moderne Plattformen wie die bimanu Cloud bieten hierfür eine belastbare Grundlage: Sie verbinden Low-Code-Modellierung, Automatisierung und Cloud-Skalierung zu einer Architektur, die Daten zum strategischen Asset macht – für bessere Entscheidungen heute und neue datenbasierte Geschäftsmodelle in der Zukunft.

Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen

Kontaktiere uns jetzt und vereinbare Dein kostenloses Erstgespräch mit einem unserer Experten. 

bimanu ueber uns swen michael

Häufige Fragen und Antworten: Cubeware vs. bimanu Cloud

Warum setzen viele Unternehmen nach wie vor auf Cubeware?

Viele Organisationen nutzen Cubeware seit über einem Jahrzehnt – häufig als zentralen Bestandteil ihres Controllings. Das System bietet stabile OLAP-Strukturen, integrierte Planung und verlässliche Reporting-Funktionalitäten. Da diese Prozesse lange unverändert liefen und historisch gut in die Finanzorganisation eingebettet waren, bestand wenig Druck zur Modernisierung. Cubeware funktioniert weiterhin gut, solange die Datenlandschaft überschaubar bleibt und periodische Berichte ausreichen. Die Limitierung zeigt sich erst, wenn neue Datenquellen, häufigere Aktualisierungen oder moderne Analyseverfahren benötigt werden.

Welche technologischen Grenzen zeigen sich bei Cubeware heute besonders deutlich?

Cubeware basiert auf einer Architektur, die aus einer Zeit stammt, in der lokale Server und manuell modellierte OLAP-Cubes Standard waren. Dadurch fehlen zentrale Merkmale moderner Datenplattformen: elastische Skalierung, automatisierte Datenflüsse, native Cloud-Integration, flexible Verarbeitung semistrukturierter Daten und eingebaute Governance-Mechanismen. Wenn Datenvolumen stark wächst oder sich Datenstrukturen häufig ändern, geraten Cubes schnell an ihre Grenzen. Anpassungen erfordern spezialisiertes Know-how und führen zu langen Entwicklungszyklen.

Was macht die bimanu Cloud technologisch grundlegend anders als Cubeware?

Die bimanu Cloud verfolgt ein komplett anderes Paradigma. Sie ist eine Cloud-native Backend-Plattform, die Datenintegration, Modellierung und Governance in einem automatisierten Prozess vereint. Statt Datenmodelle manuell aufzubauen, generiert bimanu Data-Vault- und dimensionalen Modelle automatisch aus den Quellmetadaten und fachlichen Anforderungen. Dadurch entsteht eine flexible Datenarchitektur, die sich an veränderte Geschäftsprozesse anpassen kann, ohne dass das Modell von Grund auf neu entwickelt werden muss. Zusätzlich skaliert die Cloud-Infrastruktur automatisch, was bei Cubeware nicht möglich ist.

Ist bimanu ein Ersatz für Cubeware als Reporting-Tool?

Nein – und das ist bewusst so. bimanu ist keine Reporting-Lösung, sondern eine Datenplattform. Sie trennt Datenmodellierung und Datenvisualisierung konsequent voneinander. Unternehmen nutzen weiterhin Power BI, Tableau, Looker oder andere Werkzeuge ihrer Wahl für das Reporting. Die Aufgabe von bimanu besteht darin, ein robustes, historisiertes und konsistentes Datenmodell bereitzustellen, das diesen Tools eine saubere und vollständig dokumentierte Datenbasis liefert. Dadurch lassen sich komplexe Berichte erstellen, ohne die zugrunde liegende Datenlogik mehrfach pflegen zu müssen.

Wie unterstützt die bimanu Cloud die Integration von heterogenen Datenquellen?

Die Plattform arbeitet modellgetrieben und nutzt dabei eine tiefgehende Metadatenanalyse. Quelltabellen werden automatisiert erkannt, strukturiert und in Data-Vault-Elemente überführt. Dadurch spielt es kaum eine Rolle, ob die Daten aus einem ERP-System, einem CRM, einer Produktionsmaschine oder einer Web-API stammen. Die bimanu Cloud schafft eine zentrale technische Struktur, die diese unterschiedlichen Datenarten vereinheitlicht. Das reduziert die Abhängigkeit von individuell geschriebenen ETL-Skripten und sorgt dafür, dass Änderungen in den Quellsystemen automatisch im Modell berücksichtigt werden.

Warum ist Governance ein integraler Bestandteil der bimanu Cloud?

In modernen Datenlandschaften ist es entscheidend, nachvollziehen zu können, wo Daten herkommen, wie sie verarbeitet werden und welche Transformationen stattgefunden haben. Die bimanu Cloud speichert diese Informationen systematisch: Jede Änderung am Modell wird versioniert, jede Transformation ist dokumentiert und jede Historisierung technisch gesichert. Dadurch entsteht ein revisionssicherer Datenbestand, der Compliance-Anforderungen erfüllt und Auditprozesse erheblich erleichtert. Governance wird nicht als Zusatz betrachtet, sondern als fundamentaler Bestandteil der Datenarchitektur.

Wann sollte ein Unternehmen den Wechsel von Cubeware zu bimanu in Betracht ziehen?

Ein Umstieg wird relevant, sobald die bestehende Cubeware-Lösung strukturelle Engpässe zeigt – etwa wenn Echtzeitdaten gefragt sind, zusätzliche Systeme angebunden werden sollen oder das Datenvolumen sichtbar wächst. Auch der Wunsch, Daten für KI- und Machine-Learning-Anwendungen zu nutzen, spricht für eine moderne Plattform. Die bimanu Cloud eignet sich besonders für Organisationen, die ihre Datenstrategie breiter aufstellen und nicht länger von starren Modellierungsprozessen oder externem Spezialwissen abhängig sein möchten.

Kann bimanu in bestehende BI- und IT-Landschaften integriert werden?

Ja. Die Plattform ist bewusst offen gestaltet. Sie ersetzt keine bestehenden Frontends, sondern bildet die zentrale Datenbasis, die sich nahtlos in bestehende BI-Ökosysteme einfügt. Reporting-Tools, Data-Science-Umgebungen oder operative Systeme können über standardisierte Schnittstellen angebunden werden. Das ermöglicht eine schrittweise Modernisierung: Cubeware-Reports oder andere vorhandene Dashboards können zunächst weiterlaufen, während im Hintergrund eine moderne Datenarchitektur aufgebaut wird.

Wie unterstützt bimanu KI- und Machine-Learning-Projekte konkret?

KI-Modelle benötigen granular historisierte Daten, konsistente Features und stabil gepflegte Strukturen. Die bimanu Cloud erzeugt genau diese Grundlagen automatisch. Historisierte Satelliten, sauber getrennte Hubs und Links sowie der Business Layer bilden die Basis für Feature Engineering und Modelltraining. Über Cloud-Dienste wie Azure ML können Modelle direkt auf diese Daten zugreifen. Auch die Rückführung der Ergebnisse – beispielsweise Prognosen – in das Data Warehouse ist vorgesehen, sodass KI-Anwendungen dauerhaft in die operativen Abläufe integriert werden können.

Welche langfristigen Vorteile ergeben sich aus einem modellgetriebenen Ansatz wie in der bimanu Cloud?

Modellgetriebene Plattformen erzeugen konsistente, erweiterbare Datenstrukturen, die unabhängig vom jeweiligen Quellsystem funktionieren. Dadurch lassen sich Datenmodelle stabil weiterentwickeln, ohne bei jeder technischen Veränderung neue Architekturentscheidungen treffen zu müssen. Gleichzeitig sinkt der Wartungsaufwand erheblich, da Dokumentation, Historisierung und Modellanpassungen automatisiert erfolgen. Unternehmen profitieren langfristig von einer Datenbasis, die sowohl für operatives Reporting als auch für strategische Analysen und KI-Projekte tragfähig bleibt.

Jetzt kostenlose Beratung vereinbaren
Teile diesen Artikel
33 Impulse! Unser kostenfreies Buch
Über den Autor

Swen Göllner ist Gründer und Geschäftsführer von bimanu GmbH und bimanu Cloud Solutions GmbH, zwei Unternehmen, die sich auf Business Intelligence, Data Warehouse und Cloud-Anwendungen spezialisieren.Er hat einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik von der F.O.M Fachhochschule für Ökonomie und Management Neuss und einen MBA General Management von der Düsseldorf Business School an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Außerdem ist er Host des Podcasts „Wertgeschätzt – der Business Intelligence Podcast“ – der Nummer 1 Business Intelligence Podcast und Autor des Buches „33 Impulse für einfache Datenstrategien im Mittelstand ZEIT SPAREN, KOSTEN SENKEN, UMSATZ STEIGERN“.

Swen Göllner

Gründer & Geschäftsführer

Weitere Beiträge, die dir gefallen können