Die aktuelle Situation zeigt es auf – wir müssen in Zukunft Energie einsparen, aber wie?
Diese Frage stellen sich viele mittelständische Unternehmen und das Thema Energiemanagement sollte zur Chefsache erklärt werden. Energiekosten kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Die CO2-Bepreisung für weniger Emission wird steigen, die politische Situation weltweit verändert sich in einem rasanten Tempo, eine langfristige Planung ist hier unmöglich. Lieferketten brechen ab, die Digitalisierung kommt nicht in Gang und jetzt noch das Thema Energiemanagement.
Weniger Energiekosten, aber mehr Wirtschaftlichkeit ist das ein Widerspruch? Nein, nicht nach unserer Ansicht. Der Energieverbrauch lässt sich bis zu 30% senken und das unabhängig von der Unternehmensgröße oder Branche.
Wie das gehen soll – erfahren Sie in unserer neuen Blogreihe – wir starten mit dem Thema Energiemanagement und zeigen auf, warum Sie als Unternehmen das Energiemanagement im Rahmen der Digitalisierung zur Chefsache machen müssen, um zukünftig am Markt weiter erfolgreich bestehen zu können.
Energiemanagement – was ist das?
Unter Energiemanagement versteht man die Planung und den Betrieb von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Durch ein optimiertes Energiemanagement sollen Ressourcen geschont und somit ein Teil zum Klimaschutz beigetragen werden. Außerdem sollen Kosten und Verbräuche gesenkt und eine unterbrechungsfreie Energieversorgung gesichert werden.
Beim Energiemanagement ist es wichtig, neben einem Gesamtkonzept, bei dem generelle Ziele des Konzepts definiert werden (Kostenoptimierung, Energieversorgung), auch Detailkonzepte (wie zum Beispiel zum Wärmeschutz und Strombedarf) zu erarbeiten.
Das Vorgehen zum Energiemanagement beginnt also mit dem Gesamt- und Detailkonzept und benötigt im nächsten Schritt eine Bestandsaufnahme, also Erfassung und Analyse des Energieverbrauchs und die Bildung von unternehmensrelevanten Kennzahlen zu den Konzepten.
Während der Analyse kann man bereits erste Erkenntnisse gewinnen und Maßnahmen ableiten.
Anschließend gilt es, das die Erkenntnisse und Maßnahmen umzusetzen. Da heutige Managementsysteme in dem P-D-C-A Zyklus ablaufen, ist ein kontinuierliches Monitoring der Erkenntnisse und Maßnahmen unabdingbar um weitere Verbesserungen daraus abzuleiten.
Nun gehört jedoch zum Energiemanagement nicht nur die Planung, Einführung und Überwachung von Konzepten und Maßnahmen, sondern beinhaltet Aspekte, die im Zuge der Digitalisierung und dem Wettbewerb unbedingt beachtet werden sollen.
Nachhaltigkeit und Image
Der aktuelle Trend geht immer mehr zu einer ,,grünen“ Produktion und nachhaltigen Unternehmen. Die zunehmende Bedeutung und Nachfrage von Nachhaltigkeit fordert von Unternehmen, unter Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutz zu wirtschaften. Das Image des Unternehmens spielt hier eine große Rolle und gilt als Aushängeschild nach außen, viele Unternehmen dokumentieren mittlerweile sogar öffentlich, wie nachhaltig und ,,grün“ sie handeln.
Bei solchen Dokumentationen bzw. Nachhaltigkeitsberichten wird über Aspekte wie der Produktion, Rohstoffe und Verpackungen, den Transport der Güter sowie die Entsorgung informiert. Ist solch ein „gutes“ Image aufgebaut und in der betrieblichen Praxis etabliert, kann sich dies sogar positiv auf die Mitarbeitergewinnung auswirken.
Energieeinsparungen im Unternehmen
In Hinblick auf die Energieeinsparung im Unternehmen, müssen Leistungsspitzen und mögliche Verschwendungen untersucht und deren Einsparpotentiale bestimmt werden. Daraufhin können organisatorische Veränderungen nötig sein und Maßnahmen zu identifizierten Hauptverbrauchern eingeleitet werden.
Mit dem Einsatz eines Energiemanagementsystems ist es möglich, bis zu 15% der Kosten einzusparen. Durch Kappung von Leistungsspitzen, lassen sich beispielsweise 3%-7% einsparen.
Wenn die Verschwendung von unnötigen Verbräuchen reduziert wird, können 5%-10% eingespart werden. Die Durchführung organisatorischer Veränderungen, wie zum Beispiel Einsatz von Schichtmodellen, Gleitzeiten oder Schaltuhren, führen zu einer Einsparung in Höhe von 5%-20%.
Lieferantenlistungen
Im Zuge des Trends zur Nachhaltigkeit setzen viele Unternehmen mittlerweile auf Partner und Kunden, die sich ähnlich positionieren und Wert auf Nachhaltigkeitsleistungen legen.
So erhöhen immer mehr Unternehmen den Druck und verlangen von ihren Lieferanten eine gewisse Bekenntnis und Mitwirkung zu Nachhaltigkeit, andernfalls drohen Sie von der Lieferantenliste gestrichen zu werden. Demnach werden die Nachhaltigkeitsleistungen im Auswahlprozess bewertet und berücksichtigt.
Somit ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Kriterium bei der Lieferanten- und Partnerwahl. Mithilfe von Zertifizierungen und einem guten Image, sichern sich sowohl die Unternehmen als auch die Lieferanten und Kunden den Wettbewerb und wichtige Marktanteile.
Rechtliche Grundlagen – Pflicht zum Energieaudit
Neben dem Trend zum nachhaltigen Unternehmensimage, Energieeinsparungen und Lieferantenlistungen kommen rechtliche Grundlagen, wie die Pflicht zu einem Energieaudit, auf die Unternehmen zu.
Dabei ist es wichtig, sich über die rechtlichen Pflichten zu informieren um im schlimmsten Fall eine (unbewusste) Steuerhinterziehung durch fehlende Drittmengenabgrenzung oder Verpassen von Meldepflichten zu verhindern. Für viele Unternehmen gibt es Förderungsmöglichkeiten vom Staat, beispielsweise für die Einführung eines Energiemanagementsystems oder der Durchführung eines freiwilligen Energieaudits.
Das Energieaudit
Das Energieaudit ist eine Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes eines Unternehmens mit dem Ziel, Energieflüsse und das Potenzial für Verbesserungen zu identifizieren und Maßnahmen für die Energieeinsparung einzuleiten.
Unternehmen, bzw. Nicht-KMUs sind zu Energieaudits verpflichtet, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und müssen diese alle vier Jahre wiederholen.
Mehr zum Energieaudit lesen Sie hier.
Das Energiemanagementsystem
Wenn Sie verantwortungsbewusst und wirtschaftlich mit Energie in Ihrem Unternehmen umgehen möchten, benötigen Sie ein Energiemanagement-System. Gerade für energieintensive Betriebe, die an einem Spitzenausgleich und einer Kostensenkung interessiert sind, besitzt das Energiemanagement-System hohe Relevanz.
Ein Energiemanagementsystem (EnMS) ist ein Tool zur Überwachung , Steuerung und Optimierung der Leistung Energieleistung im Unternehmen.
Es zeigt auf, wieviel Energie ein Unternehmen verbraucht und lässt Rückschlüsse auf mögliche Einsparpotentiale zur Senkung des Verbrauchs zu.
Der Geschäftsführer und das Management Team einigt sich auf energierelevante Ziele, und wird regelmäßig durch das Management Team mittels Management Review über die Ziel Erreichung informiert.
In Hinblick auf das Energiemanagementsystems sind unterschiedliche Aufgaben regelmäßig durchzuführen: Von der Identifikation und Erfassung von Energiequellen, Verbrauchern, Einflüssen und denkbaren Einsparpotentialen bis hin zur Festlegung von Zielen zur Verbesserung der Energieeffizienz.
Das Ziel eines Energiemanagementsystems sind kontinuierlich sinkende Energiekosten über die gesamte Prozesskette der Organisation, eine Sensibilisierung der MA, sowie eine Verhaltensänderung bei den Mitarbeitern und die Sicherung eines guten Unternehmens-Images.
Welche Vorteile hat ein Energiemanagement?

Mit einem Energiemanagement bzw. einem Energiemanagementsystems (EnMS) sind zahlreiche Vorteile für die Betriebe verbunden. Dazu gehören der Nachweis über eine höhere Nachhaltigkeit und die Reduzierung von Umweltbelastungen. Es ist nicht zu unterschätzen, welchen Einfluss Verbesserungen in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit und die Transparenz auf das Ansehen haben können. Die Kunden belohnen die Maßnahme im Idealfall mit einem höheren Vertrauen.
Entscheidende Vorteile erlangen die Unternehmen durch eine Verbesserung der Effizienz und geringere Energiekosten. Das EnMS führt häufig direkt zu Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken. Hinzu kommen finanzielle und steuerliche Entlastungen, sobald der Nachweis über ein Energiemanagementsystem gegeben ist.
Der bimanu-Ansatz
Die bimanu Cloud Energy ist nicht nur ein integriertes Energiemanagementsystem über alle Bereiche der Organisation, sondern auch die Vorbereitung für ein CO2 Management. So können nicht nur Ihre Energiedaten ausgewertet werden, sondern auch die kaufmännischen Daten. Somit lassen sich Lastspitzen, also eine kurzzeitig auftretende Leistungsnachfrage bzw. Stromversorgung, ermitteln und genau überprüfen und gegebenenfalls zuordnen.
Die Erfassung der Grunddaten ist dafür der erste erforderliche Schritt. Viel wichtiger ist es dann, den kompletten Wertschöpfungsprozess in Form der CO2 Ermittlung vorzunehmen – genau das ist unser Ansatz einer modularen Datenplattform. Wir starten klein und können später die CO2 Berechnung für alle Unternehmensbereiche vornehmen. Somit lassen sich die Emissionen besser nachvollziehen, um diese im nächsten Schritt zu reduzieren und auszugleichen.
Mit der Bimanu Cloud brauchen Sie keine weiteren Softwaresysteme und haben all Ihre Datenbereiche – von Energieverbräuchen bis hin zu Kaufmännischen Daten – in einem.
So können Sie Ihre gesamte Wertschöpfungskette transparent darstellen und sogar neue Technologien wie Machine Learning in Verbindung mit der vorausschauenden Wartung einsetzen.
Durch die Überwachung mithilfe von Dashboards haben Sie immer einen Blick auf die aktuellen Zahlen, können schnell in die Analyse gehen und Einsparpotentiale erkennen. Die Dashboards sind überall und jederzeit über mobile Endgeräte aufrufbar.
Sie erhalten außerdem individuelle Nachhaltigkeitsberichte und den Nachweis für Ihre Kunden, dass Sie die Anforderungen erfüllen.
Dank unseres Baukastenprinzips können Sie klein starten und damit schnell in die Umsetzung kommen – wir können Ihnen ein vorzeigbares Resultat innerhalb von zwei Wochen liefern.

Fazit
Wie Sie sehen, steckt hinter dem Energiemanagement weit mehr als die Erfassung der Energiedaten, es hat Auswirkungen über das ganze Unternehmen hinweg.
Ein Energiemanagement-System bietet Ihrem Unternehmen viele Vorteile. Sie erhalten einen Überblick über Ihren Einsatz und den Verbrauch von Energie und können einschätzen, wie effizient Sie bereits wirtschaften. Die Umsetzung des EnMS ist aber mit viel Aufwand verbunden. Sinnvoll ist daher häufig die Verwendung einer Energiemanagement-Software, um Arbeitsabläufe im Zusammenhang mit dem Energiemanagement zu vereinfachen, zu beschleunigen und zu automatisieren.
Der Mehrwert, den ein erfolgreiches Energiemanagment bietet, erstreckt sich jedoch über Einsparpotenziale bis hin zur Sicherung der Bestandskunden und Neukundengewinnung. Das Unternehmens-Image wird gesteigert und zieht neue, motivierte Mitarbeiter fast automatisch an.
Wie sehen nun Ihre nächsten Schritte aus?
- Laden Sie sich noch heute unser Whitepaper herunter, in dem Sie alle relevanten Informationen rund um das Thema Energiemanagement finden – und mehr.
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