Reporting – Was du über aussagekräftige Berichterstattung wissen musst

Reporting Dashboard auf einen Bildschirm, welcher auf einem Schreibtisch steht
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Swen Göllner

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Das Reporting ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Es ermöglicht Unternehmen, ihre Leistung zu verfolgen, Entscheidungen zu treffen und Stakeholder über ihre Aktivitäten zu informieren.

In diesem Artikel sehen wir uns genauer an, was Reporting ist, welche Arten von Reports es gibt und was es mit der EU-Richtlinie CSRD auf sich hat. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf die Best Practices im Bezug auf Reporting.

Was ist Reporting und warum ist es wichtig?

Reporting ist der Prozess, durch den Informationen gesammelt, analysiert und in Berichten oder Dashboards präsentiert werden, um die Leistung, Fortschritte und Ergebnisse eines Unternehmens zu dokumentieren und zu kommunizieren.

Es dient dazu, Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage für ihre Entscheidungen zu bieten und Stakeholder über die Aktivitäten und Leistungen zu informieren.

Die Bedeutung des Reportings

Das Reporting ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung für Unternehmen:

  • Transparenz und Rechenschaftspflicht
    Durch transparente Berichterstattung können Unternehmen ihre Leistungen und Ergebnisse offenlegen und gegenüber Stakeholdern rechenschaftspflichtig sein.
  • Informierte Entscheidungsfindung
    Aussagekräftige Berichte liefern Entscheidungsträgern die erforderlichen Informationen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die Unternehmensleistung zu verbessern.
  • Leistungsüberwachung
    Reporting ermöglicht es Unternehmen, ihre Leistung im Laufe der Zeit zu verfolgen, Trends zu identifizieren und Leistungsziele zu überwachen.
  • Kommunikation mit Stakeholdern
    Berichte dienen als wichtiges Kommunikationsmittel, um die Interessen verschiedener Stakeholdergruppen zu adressieren und sie über die Aktivitäten und Ergebnisse des Unternehmens auf dem Laufenden zu halten.

Effektives Reporting trägt dazu bei, die Transparenz zu erhöhen, die Entscheidungsfindung zu verbessern und das Vertrauen der Stakeholder zu stärken, was letztendlich zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beiträgt.

Arten von Reports – Ein Überblick

Unternehmen nutzen eine Vielzahl von Berichten, um verschiedene Aspekte ihrer Aktivitäten zu analysieren, zu dokumentieren und zu kommunizieren. Zu den gängigsten Arten von Reports gehören etwa:

  • Operative Berichte
    Diese Berichte liefern detaillierte Informationen über tägliche oder regelmäßige Geschäftsaktivitäten. Sie umfassen oft Kennzahlen wie Umsatz, Kosten, Lagerbestände und Produktionsdaten. Diese Berichte sind für das operative Management entscheidend, um den aktuellen Status und die Leistung der Geschäftsprozesse zu verstehen und bei Bedarf schnell eingreifen zu können.
    Branchen: Operative Berichte werden in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt, darunter Einzelhandel, Produktion, Logistik, Gesundheitswesen und Gastgewerbe.
  • Managementberichte
    Managementberichte bieten Führungskräften und Entscheidungsträgern einen Überblick über die Leistung des Unternehmens auf strategischer Ebene. Sie enthalten in der Regel Zusammenfassungen und Analysen wichtiger Kennzahlen sowie Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen. Diese Berichte helfen dabei, strategische Entscheidungen zu treffen und die langfristige Ausrichtung des Unternehmens zu steuern.
    Branchen: Managementberichte werden in Unternehmen aller Branchen eingesetzt, insbesondere in größeren Organisationen.
  • Finanzberichte
    Finanzberichte dokumentieren die finanzielle Leistung eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum. Dazu gehören Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen und Cashflow-Statements, die Investoren, Aktionäre und andere Interessengruppen über die finanzielle Gesundheit des Unternehmens informieren. Sie dienen auch der internen Steuerung und Planung finanzieller Ressourcen.
    Branchen: Finanzberichte sind in allen Branchen unerlässlich, insbesondere in der Finanzdienstleistungsbranche, im Handel, in der Fertigung und im Gesundheitswesen.
  • Compliance-Berichte
    Diese Berichte zeigen die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften, Branchenstandards und internen Richtlinien und Verfahren an. Sie sind oft erforderlich, um die Rechenschaftspflicht gegenüber Aufsichtsbehörden und anderen Stakeholdern sicherzustellen. Diese Berichte sind entscheidend, um rechtliche Risiken zu minimieren und das Vertrauen der Stakeholder zu erhalten.
    Branchen: Compliance-Berichte sind in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Pharmazie, Energie und Telekommunikation weit verbreitet.
  • Nachhaltigkeitsberichte
    Nachhaltigkeitsberichte dokumentieren die sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen und die Bemühungen um nachhaltiges Wirtschaften. Sie können Informationen über Umweltinitiativen, soziale Verantwortung, Governance-Praktiken und andere nicht-finanzielle Kennzahlen enthalten. Diese Berichte sind wichtig, um das Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit zu kommunizieren und das Image des Unternehmens zu verbessern.
    Branchen: Nachhaltigkeitsberichte werden von Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen veröffentlicht, darunter Energie, Umwelt, Technologie, Einzelhandel und Konsumgüter.
  • Projektberichte
    Projektberichte erfassen den Fortschritt, die Kosten und die Leistung von Projekten und helfen Projektmanagern dabei, den Projektstatus zu verfolgen, Probleme zu identifizieren und Entscheidungen zu treffen. Sie sind entscheidend, um Projekte effektiv zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren, und dienen als Grundlage für die Projektkommunikation und -koordination.
    Branchen: Projektberichte sind in vielen Branchen üblich, insbesondere in den Bereichen Bauwesen, Informationstechnologie, Ingenieurwesen, Forschung und Entwicklung sowie Veranstaltungsmanagement.

Die Vielfalt der verfügbaren Reporting-Typen ermöglicht es Unternehmen, die relevanten Informationen für verschiedene Zielgruppen und Zwecke aufzubereiten und zu präsentieren.

Manueller vs. Automatisierter Aufbau von Reports

Das Erstellen von Berichten ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsbetriebs, der dazu dient, Daten zu analysieren, Einblicke zu gewinnen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Dabei stehen Unternehmen vor der Wahl zwischen dem manuellen Aufbau von Berichten und der Automatisierung dieses Prozesses. Wir vergleichen die beiden Ansätze.

Manueller Aufbau von Reports

Beim manuellen Aufbau von Reports erfolgt die Erstellung jedes Berichts manuell durch Analysten oder Mitarbeiter.

Das bedeutet, dass Daten von verschiedenen Quellen gesammelt, bereinigt und in einem Berichtsformat zusammengestellt werden müssen. Analysten verbringen oft viel Zeit damit, Daten zu extrahieren, zu transformieren und zu laden (ETL), komplexe Formeln und Berechnungen durchzuführen und Berichte von Grund auf neu zu erstellen.

Zu den Vorteilen des manuellen Aufbaus von Reports gehören:

  • Flexibilität
    Analysten können die Berichte nach ihren individuellen Anforderungen und Präferenzen gestalten.
  • Kontrolle
    Der manuelle Prozess ermöglicht es den Analysten, jeden Schritt des Berichtserstellungsprozesses zu überwachen und anzupassen.

Mögliche Nachteile der manuellen Reports sind:

  • Zeit- und Arbeitsaufwand
    Der manuelle Prozess ist arbeitsintensiv und zeitaufwändig, da jede Änderung oder Aktualisierung manuell durchgeführt werden muss.
  • Fehleranfälligkeit
    Durch die manuelle Dateneingabe und -verarbeitung können Fehler auftreten, die die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Berichte beeinträchtigen.

Automatisierter Aufbau von Reports

Beim automatisierten Aufbau von Reports erfolgt die Erstellung von Berichten mithilfe von Softwares oder Tools, die Daten automatisch sammeln, verarbeiten und in vordefinierte Berichtsformate einfügen. Diese Tools ermöglichen es Unternehmen, den Berichtsprozess zu automatisieren und Zeit zu sparen, indem sie wiederkehrende Aufgaben eliminieren.

Zu den Vorteilen der automatisierten Reports gehören:

  • Zeitersparnis
    Durch die Automatisierung können Unternehmen Zeit sparen, indem sie wiederkehrende Aufgaben eliminieren und den Berichtsprozess beschleunigen.
  • Genauigkeit
    Automatisierte Tools reduzieren das Risiko menschlicher Fehler und gewährleisten die Konsistenz und Genauigkeit der Berichte.
  • Skalierbarkeit
    Automatisierte Berichtsprozesse können leicht skaliert werden, um den sich ändernden Anforderungen und dem wachsenden Datenvolumen gerecht zu werden.

Mögliche Nachteile des automatisierten Aufbaus von Reports könnten sein:

  • Einschränkungen
    Automatisierte Tools können Einschränkungen hinsichtlich der Anpassungsfähigkeit und Flexibilität haben, da sie oft standardisierte Berichtsvorlagen verwenden.
  • Initialer Aufwand
    Die Implementierung automatisierter Berichtssoftware erfordert möglicherweise einen initialen Investitions- und Schulungsaufwand, um die Mitarbeiter mit den neuen Tools vertraut zu machen.

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, und die Wahl zwischen manuellem und automatisiertem Berichtsaufbau hängt von den spezifischen Anforderungen, Ressourcen und Zielen eines Unternehmens ab.

Während der manuelle Aufbau von Berichten Flexibilität und Kontrolle bietet, kann der automatisierte Aufbau von Berichten Zeit sparen und die Genauigkeit verbessern. Unternehmen sollten ihre Optionen sorgfältig abwägen und die für sie am besten geeignete Lösung wählen.

Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) – Die neuen Anforderungen

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine wichtige EU-Richtlinie, die das Berichtswesen von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit betrifft. Sie wurde entwickelt, um die Offenlegung nichtfinanzieller Informationen zu verbessern und sicherzustellen, dass Unternehmen umfassender über ihre sozialen, Umwelt- und Governance-Aspekte berichten. 

Wir haben die wichtigsten Aspekte der CSRD und ihre Auswirkungen auf das Reporting von Unternehmen zusammengefasst:

  1. Erweiterter Anwendungsbereich
    Die CSRD erweitert den Anwendungsbereich der bestehenden Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung und gilt für eine breitere Palette von Unternehmen, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen.
  2. Stärkere Verpflichtungen zur Offenlegung
    Unternehmen müssen einen umfassenderen Bericht über ihre nichtfinanziellen Aspekte erstellen, der neben Umwelt- und Sozialinformationen auch Angaben zur Unternehmensführung und zur Geschäftsstrategie umfasst.
  3. Standardisierung und Vergleichbarkeit
    Die CSRD zielt darauf ab, die Qualität, Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit nichtfinanzieller Informationen zu verbessern, indem sie klare Anforderungen an die Berichterstattung und die Verwendung international anerkannter Standards festlegt.
  4. Berichtsprüfung
    Die Richtlinie sieht vor, dass Unternehmen ihre nichtfinanziellen Berichte prüfen lassen müssen, um sicherzustellen, dass sie korrekt und verlässlich sind. Das soll das Vertrauen der Investoren, Kunden und anderer Stakeholder in die gemeldeten Informationen stärken.

Die CSRD hat das Potenzial, das Berichtswesen von Unternehmen grundlegend zu verändern und die Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf nichtfinanzielle Aspekte zu verbessern.

Wie führt man ein effektives Reporting durch? – Best Practice

Effektives Reporting ist entscheidend für Unternehmen, um fundierte Entscheidungen zu treffen, Stakeholder zu informieren und ihre Leistung zu überwachen

Hier findest du einige bewährte Methoden und praktische Tipps, die einen effektiven Reportingprozess gewährleisten:

  1. Klare Ziele definieren
    Beginne mit der Festlegung klarer Ziele für dein Reporting, indem du bestimmst, welche Informationen gesammelt und analysiert werden müssen, um die strategischen Ziele deines Unternehmens zu unterstützen.
  2. Datenerfassung und -management
    Stelle sicher, dass du über gute Systeme und Prozesse zur Datenerfassung und -verwaltung verfügst, um qualitativ hochwertige Daten für dein Reporting zu gewährleisten. Automatisiere den Datenerfassungsprozess, wo immer möglich, um Fehler zu minimieren und die Effizienz zu steigern.
  3. Auswahl relevanter Kennzahlen
    Identifiziere die wichtigsten Leistungskennzahlen (KPIs), die den Fortschritt deiner Unternehmensziele am besten abbilden und konzentriere dich auf die Erfassung und Analyse dieser Kennzahlen.
  4. Regelmäßige Aktualisierung
    Führe regelmäßige Updates und Berichtszyklen durch, um sicherzustellen, dass deine Daten aktuell sind und du die Entwicklungen in deinem Unternehmen zeitnah verfolgen kannst.
  5. Klare und verständliche Berichte
    Erstelle klare und verständliche Berichte, die die wichtigsten Erkenntnisse auf den Punkt bringen und es den Stakeholdern ermöglichen, schnelle Einblicke zu gewinnen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
  6. Visualisierungstechniken nutzen
    Nutze Diagramme, Grafiken und andere Visualisierungstechniken, um komplexe Daten leicht verständlich und ansprechend darzustellen. Das erleichtert die Interpretation und Kommunikation der Ergebnisse.
  7. Kommunikation und Feedback
    Pflege eine offene Kommunikation mit den Stakeholdern und hole regelmäßig Feedback ein, um sicherzustellen, dass deine Berichte den Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen und kontinuierlich verbessert werden.

Durch die Anwendung dieser bewährten Methoden und praktischen Tipps können Unternehmen einen effektiven Reportingprozess etablieren, der es ihnen ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen, die Leistung zu überwachen und das Vertrauen ihrer Stakeholder zu stärken.

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Reporting – Häufige Fragen und Antworten

Was ist Reporting?

Reporting ist der Prozess, durch den Informationen gesammelt, analysiert und in Berichten oder Dashboards präsentiert werden, um die Leistung, Fortschritte und Ergebnisse eines Unternehmens zu dokumentieren und zu kommunizieren.

Warum ist Reporting wichtig?

Reporting ist wichtig, weil es Unternehmen dabei unterstützt, transparent zu sein, informierte Entscheidungen zu treffen, die Leistung zu überwachen und mit Stakeholdern zu kommunizieren.

Was sind die verschiedenen Arten von Reports?

Es gibt verschiedene Arten von Reports, darunter operative Berichte, Managementberichte, Finanzberichte, Compliance-Berichte, Nachhaltigkeitsberichte und Projektberichte, die jeweils verschiedene Aspekte der Unternehmensaktivitäten abdecken.

Was ist die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und welche Auswirkungen hat sie?

Die CSRD ist eine EU-Richtlinie, die darauf abzielt, die Offenlegung nichtfinanzieller Informationen zu verbessern. Sie erweitert den Anwendungsbereich der bestehenden Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung und führt zu stärkeren Verpflichtungen zur Offenlegung und Standardisierung.

Wie führt man ein effektives Reporting durch?

Effektives Reporting erfordert klare Ziele, gute Datenerfassungs- und -verwaltungssysteme, die Auswahl relevanter Kennzahlen, regelmäßige Aktualisierung, klare und verständliche Berichte, die Nutzung von Visualisierungstechniken und eine offene Kommunikation mit Stakeholdern.

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Über den Autor

Swen Göllner ist Gründer und Geschäftsführer von bimanu GmbH und bimanu Cloud Solutions GmbH, zwei Unternehmen, die sich auf Business Intelligence, Data Warehouse und Cloud-Anwendungen spezialisieren.Er hat einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik von der F.O.M Fachhochschule für Ökonomie und Management Neuss und einen MBA General Management von der Düsseldorf Business School an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Außerdem ist er Host des Podcasts „Wertgeschätzt – der Business Intelligence Podcast“ – der Nummer 1 Business Intelligence Podcast und Autor des Buches „33 Impulse für einfache Datenstrategien im Mittelstand ZEIT SPAREN, KOSTEN SENKEN, UMSATZ STEIGERN“.

Swen Göllner

Gründer & Geschäftsführer

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