KI: Ohne Daten keine künstliche Intelligenz

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Swen Göllner

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KI: Ob Empfehlungen in Online Shops, die automatische Gesichtserkennung in Fotos, „Alexa“ oder „Siri“ – Im Alltag begegnen wir ständig sogenannter Künstlicher Intelligenz.

Aber auch im Rahmen der Digitalisierung, mit der sich mittlerweile viele Unternehmen beschäftigen, taucht der Begriff „Künstliche Intelligenz“ immer häufiger auf. Als Schlüsseltechnologie der Zukunft ist KI auch nicht mehr wegzudenken.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, was man unter Künstlicher Intelligenz versteht und warum sie so wichtig für Unternehmen ist.

Definition: Was ist Künstliche Intelligenz?

Unter künstlicher Intelligenz (engl. artificial intelligence) versteht man Software- oder Robotik-Systeme, die ein bestimmtes, intelligentes Verhalten zeigen, mit dem sie in der Lage sind, abstrakt beschriebene Aufgaben eigenständig zu lösen, Dinge wahrzunehmen oder Handlungen eigenständig auszuführen. Kurzum: KI ist der Versuch, menschliches Lernen und Denken auf einen Computer zu übertragen. Die Maschine soll sich so intelligent verhalten wie ein Mensch.

Im Vergleich zu Algorithmen, die einen definierten Rechenweg beschreiben, lernen die KI-Systeme mit Hilfe von großen Datenmengen als Wissensbasis laufend dazu. Dadurch können innerhalb von kürzester Zeit qualitativ hochwertige Ergebnisse erreicht werden.

Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?

KI-Systeme müssen mit großen Datenmengen „trainiert“ werden.

Mit der Methode des maschinellen Lernens werden Programme durch den Menschen programmiert, bei denen die Problemlösung anhand von Trainingsdaten erlernt wird. Durch bestimmte Algorithmen werden Muster und Regelmäßigkeiten erkannt und auf neue Daten angewandt.

Füttert man jedoch die KI mit unvollständigen oder falschen Daten, werden leider auch die entsprechenden Ergebnisse geliefert. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Daten im Unternehmen kontinuierlich zu pflegen und eine gute Voraussetzung für den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu schaffen.

Praxis: Künstliche Intelligenz in Unternehmen

In Zeiten der Digitalisierung sind die Einsatzfelder von Künstlicher Intelligenz sehr vielfältig. In der Medizin in Form von Operationsschritten, aber auch in der Produktion von Herstellern kommen intelligente Roboter zum Einsatz, um beispielsweise gefährliche oder besonders präzise Tätigkeiten durchzuführen.

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich aber auch kritische Zustände im Unternehmen vorhersagen. Durch die kontinuierliche Erfassung aller Unternehmensdaten, also der Energiedaten, der kaufmännischen Daten und der Produktionsdaten wird die künstliche Intelligenz trainiert und kann auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse bestimmte Zustände, wie Stromspitzen, vorhersagen.

KI kann dabei helfen, Ihre Kunden, Mitarbeiter und Maschinen zu verstehen. So kann man sogar vorab evaluieren, was die Kunden beschäftigt und bereits Lösungsansätze entwickeln, bevor ein Problem auftaucht. Dasselbe gilt für die eigenen Maschinen: bevor ein Ausfall und damit Stillstand der Maschinen riskiert wird, werden automatisierte Warnungen über bevorstehende Wartungen oder Abnutzungen ausgesprochen. Es können aber auch neben der klassischen Zustandsüberwachung beispielsweise Stromspitzen im Unternehmen identifiziert und damit die Energiekosten reduziert werden.

So soll KI dem Menschen den Arbeitsalltag erleichtern.

ki unternehmen vorteile

Fazit

Wie Sie sehen, umfasst die Künstliche Intelligenz ein breites Spektrum an Methoden und Stile, bei denen der Laie kaum durchblicken kann.

Die ständige Weiterentwicklung und Automatisierung von Prozessen kann unmittelbar zu einer Produktivitätsoptimierung führen und hat damit einen großen Mehrwert für die Unternehmen.

Die wichtigste Voraussetzung, für die Umsetzung von Künstlicher Intelligenz, gerade im Unternehmen, ist eine optimale Datengrundlage, eine Datenstrategie und ein geeignetes Tool. Diese zu verarbeitenden Daten können sowohl Zahlen aber auch Bilder, Videos und Töne sein.

Stellen Sie sich dabei die Frage, welche Daten bereits in Ihrem Unternehmen vorhanden sind und welche Schlüsse daraus gezogen werden können, die bisher nicht möglich waren. Ist der manuelle Analyseaufwand zu hoch gewesen oder gab es bisher einfach noch keinen Weg, Ergebnisse aus Ihnen zu schließen? Oder war die Maschine schon zu alt und ohne diese Analysefunktionalitäten ausgestattet?

Was man mit Gewissheit sagen kann: Die KI wird Ihren Job in bestimmten Bereichen besser, schneller und fehlerfreier machen als der Mensch. Trotzdem wird der Faktor Mensch weiterhin benötigt, allerdings wird sich das Aufgabenfeld stark verändern da der Bedarf an Software- und IT-Spezialisten immer größer wird. Es gilt also, sich auf diesen Wandel einzustellen.

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Über den Autor

Swen Göllner ist Gründer und Geschäftsführer von bimanu GmbH und bimanu Cloud Solutions GmbH, zwei Unternehmen, die sich auf Business Intelligence, Data Warehouse und Cloud-Anwendungen spezialisieren.Er hat einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik von der F.O.M Fachhochschule für Ökonomie und Management Neuss und einen MBA General Management von der Düsseldorf Business School an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Außerdem ist er Host des Podcasts „Wertgeschätzt – der Business Intelligence Podcast“ – der Nummer 1 Business Intelligence Podcast und Autor des Buches „33 Impulse für einfache Datenstrategien im Mittelstand ZEIT SPAREN, KOSTEN SENKEN, UMSATZ STEIGERN“.

Swen Göllner

Gründer & Geschäftsführer

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