So deckst Du auf, ob eine Business Intelligence Beratung nötig ist
An welchen Symptomen im Unternehmen kannst Du erkennen, dass eine Beratung zu Deinen Business Intelligence Prozessen notwendig ist? Um das zu prüfen, empfehlen wir den Versuch, Dich für einen Moment aus dem Arbeitsgeschehen zu lösen und Dich in die Vogelperspektive zu begeben:
- Dateninseln, mangelnde Integration: Nutzen Abteilungen unterschiedliche Tools/Software oder Systeme, die nicht miteinander vernetzt sind? Gibt es einen einheitlichen Blick auf Kennzahlen?
- Fehlende Klarheit über Kennzahlen: Sind wichtige KPIs oft unklar, schwammig definiert oder werden gar nicht regelmäßig gemessen und analysiert?
- Langsame oder manuelle Reporting-Prozesse: Werden Berichte mühsam in Excel-Tabellen oder ähnlich arbeitsintensiver Software erstellt? Betonen Kollegen den hohen Zeitaufwand? Gibt es wiederholte Klagen über Fehler?
- Qualitative Datenprobleme: Weisen Daten viele Dubletten auf oder sind falsch bzw. widersprüchlich? Wird die Tragkraft von Daten oft infrage gestellt?
- Strategische Fragen ohne Antworten: Bemängeln Management oder Fachabteilungen das Fehlen von Methoden, Werkzeugen oder Know-how, um bestimmte Fragestellungen belegbar zu klären?
Aus unserer Erfahrung heraus reicht es, dass nur einige dieser Fragen mit Ja beantwortet werden müssen, um die Notwendigkeit einer BI-Beratung anzuzeigen. Denn oft verbergen sich unter diesen oberflächlichen Problemen weitere, systemische Problemstellungen.
Was macht der Business Intelligence Berater im Unternehmen?
Die folgende Vorgehensweise stellt sicher, dass Beratungsqualität und -Outcome ihren Preis wert sind. Zumindest sollte das so sein. Was es mit der Schattenseite der BI-Beratung auf sich hat, klären wir in einem Kapitel weiter unten.
- Ist-Analyse: Erfassung der bestehenden Datenquellen, Datenflüsse und Technologien. Durchführung von Interviews mit Stakeholdern, um den aktuellen Zustand des Datenmanagements bewerten zu können.
- Ermittlung von Anforderungen: Gemeinsame Definition der Ziele und KPIs, die mithilfe von BI erreicht bzw. gesteuert werden sollen.
- Konzeptentwicklung: Auswahl oder Empfehlung geeigneter Software und Werkzeuge, Datenbank-Architekturen, Analyse-Plattformen und Reporting-Tools.
- Implementierung: Unterstützung oder Übernahme der technischen Umsetzung. Dazu können Datenbank-Design, der ETL-Prozess und Software-Integration zählen.
- Qualitätssicherung: Einführung von Datenqualitäts- und Governance-Standards, damit Daten konsistent und verlässlich genutzt werden können.
- Schulung und Change Management: Vermittlung des nötigen Know-hows an die Mitarbeiter (z. B. Nutzung von Dashboards, Interpretation von Kennzahlen), Begleitung des kulturellen Wandels hin zu datengetriebenem Arbeiten.
- Monitoring und Weiterentwicklung: Nach der Einführung bietet der Berater oft laufende Betreuung an, optimiert Prozesse und Systeme und passt sie an veränderte Anforderungen an.
Die Zusammenarbeit mit einem BI-Berater kann mitunter schmerzhaft sein, wenn sie denn wirkungsvoll sein soll. Das ist immer dann der Fall, wenn festgefahrene Prozesse infrage gestellt und gewohnte Abläufe geändert werden – insbesondere unter den betroffenen Kollegen. Doch nur durch eine ehrliche Ansprache der Probleme und deren konsequente Tilgung kann auch eine echte Verbesserung erzielt werden.
Binde Schlüsselpersonen von Beginn an in den Prozess ein, stecke klare Ziele am Horizont ab und stelle klar, dass die erwartbaren Änderungen an bestimmten Abläufen nicht gleichzeitig Kritik an den Personen sind, die diese Prozesse bisher durchgeführt haben.
Die Schattenseite der Business Intelligence Beratung
Wie in jeder anderen Branche gibt es auch in der Business Intelligence Beratung schwarze Schafe. Einige Berater erstellen übermäßig komplexe Systeme, die nur sie selbst verstehen und verwalten können. So entsteht schnell eine schwere Abhängigkeit, jedoch aber kein Interesse seitens des Beraters, systematisch eine einheitliche Datenbasis aufzubauen.
Daran erkennst Du das Streben nach einer solchen Abhängigkeit:
- Langfristige Verträge mit automatischer Verlängerung oder schwer kündbaren Klauseln.
- Der Berater schlägt ständig neue Maßnahmen vor, die „unbedingt notwendig“ sind.
- Der Berater besitzt alleinigen Zugriff auf bestimmte wichtige Daten, Passwörter oder Systeme.
- Der Berater stellt sich als „Retter“ dar und vermittelt das Gefühl, dass Dein Unternehmen ohne ihn scheitern würde.
Der beste Schutz vor einer solchen Abhängigkeit ist, die Kompetenzen im eigenen Team aufzubauen! Da Business Intelligence immer auch einer Software bedarf, liegt es nahe, beides zu verbinden: Eine BI-Software, die einsteigerfreundlich ist und schrittweise das Verständnis im Team erweitert. Wenn Du daran Interesse hast, empfehlen wir Dir zuerst einige Ressourcen:
- Business Intelligence YouTube-Kanal und Podcast WERTGESCHÄTZT!
- Kostenloses BI-Buch: 33 Impulse für einfache Datenstrategien im Mittelstand
- Unsere gratis Daten-Akademie zum Buch
- Gratis Business Intelligence Akademie für erfolgreiche Datenstrategien im Mittelstand
Eigene Kompetenzen aufbauen: Schlüsselfertige Business Intelligence Plattform
Unsere bimanu Cloud ist so angelegt, dass Du Deinen ersten Anwendungsfall bereits innerhalb von 14 Tagen umsetzen kannst – ganz ohne IT-Expertise und ohne externen Berater.
Viele Prozesse zur Datenaufbereitung und -Visualisierung laufen automatisiert ab, sodass sich Dein Team in den eigentlichen Case vertiefen kann. Wir wollen, dass die Kompetenzen zur BI hausintern bei Dir liegen und Du mit bimanu schrittweise unabhängig von Beratern wirst.
Business Intelligence Beratung – Häufige Fragen & Antworten
Was ist Business Intelligence Beratung?
Business Intelligence Beratung hilft Unternehmen, Daten systematisch zu sammeln, zu analysieren und in fundierte Geschäftsentscheidungen umzuwandeln.
Welche Anzeichen deuten darauf hin, dass ein Unternehmen eine BI-Beratung benötigt?
Daten sind in verschiedenen Systemen isoliert, wichtige Kennzahlen sind unklar, Berichte werden manuell erstellt, es gibt viele fehlerhafte oder ungenaue Daten, und Entscheidungen basieren oft auf Bauchgefühl statt auf Fakten.
Welche Aufgaben übernimmt ein BI-Berater?
Analyse der bestehenden Datenlandschaft, Identifikation von Anforderungen, Entwicklung einer BI-Strategie, Auswahl und Implementierung geeigneter Tools, Sicherstellung der Datenqualität, Schulung von Mitarbeitern und laufende Optimierung.
In welchen Bereichen kann Business Intelligence eingesetzt werden?
BI findet Anwendung in Finanzen, Marketing, Vertrieb, Personalwesen und anderen Bereichen, um Daten in umsetzbare Erkenntnisse zu verwandeln.
Wie sicher sind die Daten während und nach einer BI-Beratung?
Wir von bimanu machen in Sachen Integrität, Datenschutz und Sicherheit keinerlei Kompromisse. Das gilt für unsere Beratung, Software und jeden einzelnen Kontakt, den wir mit unseren Kunden haben.
Ist eine BI-Beratung einmalig oder ein fortlaufender Prozess?
BI-Beratung kann beides sein, abhängig von den Bedürfnissen des Unternehmens. Einige Unternehmen wählen eine einmalige Beratung, wohingegen andere auf fortlaufende Unterstützung setzen – die nach und nach den Charakter eines Coachings annehmen kann.